Anlagepolitik:

Wichtigste Tätigkeitsbereiche der Venture Capital Gesellschaft:

Tätigkeit der VC-Gesellschaft ist die Kapitalanlage durch flexible Investitionspolitik in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Leasingverträge und in direkte oder indirekte Unternehmensbeteiligungen an kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie in Immobilien und Grundstücke zur Schaffung langfristigen Kapitalwachstums. Die Erzielung von kurzfristigen Erträgen ist demgegenüber von nachrangiger Bedeutung.

Die VC-Gesellschaft vertritt den Standpunkt, dass in einer Welt, in der Anlagemöglichkeiten nicht nur bei einzelnen Gesellschaften und Industriezweigen, sondern bei ganzen Volkswirtschaften einem ständigen, schnellen Wandel unterworfen sind, diese Zielsetzung nur durch eine flexible und wendige Anlagepolitik verwirklicht werden kann. Dementsprechend wird sich die VC-Gesellschaft um Möglichkeiten zur Anlage in Wertpapieren aller Art bemühen, die Unternehmen oder amtliche Stellen der verschiedensten Länder ausgeben, wobei üblicherweise Stammaktien, allerdings auch Vorzugsaktien und festverzinsliche Wertpapiere mit oder ohne Börsennotierung in Frage kommen, so z.B. Wandelschuldverschreibungen und mit Kursabschlag gehandelte Anleihen. Dabei bestehen keine zahlenmäßigen Beschränkungen hinsichtlich der Unternehmen oder sonstigen Emittenten eines bestimmten Landes, deren Wertpapiere die VC-Gesellschaft zu Anlagezwecken erwirbt; Die VC-Gesellschaft kann dazu bis zu 80% ihres Vermögens in direkte oder indirekte Beteiligungen an kleinen und mittelständischen Unternehmen und bis zu 20% in die oben beschriebenen Wertpapiere investieren; es gelten lediglich die im folgenden beschriebenen Einschränkungen hinsichtlich Konzentration und Streuung der Anlagen:

Unbeschadet seiner auf Wachstum orientierten Anlageziele ist die VC-Gesellschaft zu Sicherungszwecken berechtigt, in beliebiger Höhe Schuldverschreibungen der amerikanischen und der deutschen Regierung oder ihrer politischen Gebietskörperschaften zu erwerben, sowie in der Währung Kanadas, der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union oder anderer wichtiger Länder bei Banken Termingelder zu hinterlegen oder bei Banken oder Freiverkehrshändlern Obligationen deutscher, kanadischer oder amerikanischer Gebietskörperschaften zu erwerben; oder aber inkassofähige Papiere zu erwerben. Die Anlagen der VC-Gesellschaft (soweit es sich dabei nicht um Investitionen zu Sicherungszwecken handelt) werden auf die Wertpapiere unterschiedlicher Unternehmen und Regierungen so verteilt, dass höchstens 15% des gesamten Vermögens der VC-Gesellschaft in Wertpapieren eines Unternehmens oder einer Regierung angelegt sind, mit Ausnahme von Schuldverschreibungen der US-Regierung und der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus teilt das Direktorium im allgemeinen die Investitionen auf zahlreiche unterschiedliche Industriezweige auf; obwohl das Direktorium berechtigt ist, bis zu 30% des Vermögens der VC-Gesellschaft in einem einzigen Industriezweig anzulegen, hat es dies in der Vergangenheit nicht getan und beabsichtigt momentan auch nicht, dies in Zukunft zu tun. Das Direktorium ist neben diesen Anlagen zu Sicherungszwecken berechtigt, bis zu 80% des Gesamtvermögens der VC-Gesellschaft in stille oder direkte Beteiligungen mit kleinen und mittleren Unternehmen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu investieren, wenn dazu gesicherte Wertanalysen und geprüfte Bilanzen vorgelegt worden sind und das Investment eine überdurchschnittliche Wertentwicklung verspricht. Auch diese Anlage ist auf langfristiges Kapitalwachstum angelegt. Bis auf weiteres besteht nicht die Absicht, kurzfristige Gewinne mitzunehmen.

Anlagebeschränkungen

Die VC-Gesellschaft hat sich bestimmte Anlagebeschränkungen auferlegt, die zusammen mit der Anlagepolitik fundamentale Grundsätze der Geschäftsführung bilden, soweit nichts Anderslautendes vermerkt ist. Anlagepolitik und Anlagebeschränkungen der VC-Gesellschaft (soweit es sich dabei um fundamentale Grundsätze der Geschäftsführung handelt) können ohne mehrheitliche Zustimmung der Anteilsinhaber nicht geändert werden. Hier bedarf es laut US-Gesetz entweder (A) der Zustimmung von mindestens 51 % der stimmberechtigten Anteile, deren Inhaber bei einer Aktionärsversammlung anwesend sind, bei der mehr als 50% der ausgegebenen stimmberechtigten Anteile durch persönliche Anwesenheit oder Stimmrechtsvollmacht vertreten sind, oder aber (B) der Zustimmung von mehr als 50% der ausgegebenen stimmberechtigten Anteile der VC-Gesellschaft, wobei der jeweils niedrigere Wert gilt.

In Übereinstimmung mit diesen Beschränkungen unterlässt die VC-Gesellschaft:

1. die Anlage in geschlossenen Investmentgesellschaften; die Anlage in Beteiligungen (abgesehen von Schuldverschreibungen oder Aktienanteilen) an Explorations- oder Entwicklungsprogrammen in Öl, Gas oder sonstigen Bodenschätzen; den Erwerb bzw. Verkauf von Warenterminkontrakten, mit Ausnahme von Aktien-Terminverträgen.

2. den Erwerb von mehr als 10% einer bestimmten Wertpapiergattung einer Gesellschaft, Stimmrechtsaktien eingeschlossen oder den Erwerb von Aktien zum Zwecke der Ausübung von Kontrollrechten oder Geschäftsführungsaufgaben; davon ausgenommen sind die direkten oder indirekten Beteiligungen an kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland.

3. die Vornahme von Leerverkäufen; Abschluss, Ankauf oder Verkauf von Rückprämien, Vorprämien-, Straddle- oder Stellagegeschäften (es dürfen jedoch Prämienzahlungen im Zusammenhang mit Aktien-Terminverträgen erfolgen sowie deren Kauf und Verkauf durchgeführt werden).

4. die Gewährung von Darlehen, mit Ausnahme des Erwerbs einer Tranche an öffentlich gehandelten Obligationen, Schuldverschreibungen, Zahlungsversprechen und sonstigen schuldrechtlichen Titeln; die VC-Gesellschaft ist allerdings berechtigt, Pensionsgeschäfte in Wertpapieren abzuwickeln, die in der Bundesrepublik Deutschland, Kanada bzw. den Vereinigten Staaten von der öffentlichen Hand ausgegeben werden.

5. die Aufnahme von Kreditmitteln, soweit dies nicht zur Rücknahme oder zum Einzug von Anteilen dient; und auch dies nur als zeitweilige Maßnahme und nur bis zu 30% des Gesamtvermögens; die pfandrechtliche Belastung des Vermögens, außer zur Besicherung einer derartigen Kreditaufnahme und auch dies nur, soweit dabei 30% des Gesamtvermögens nicht überschritten werden und das Direktorium durch Beschluss seine Zustimmung erteilt. Grundstücke und Immobilien, die dem Vermögen der VC-Gesellschaft zugerechnet werden, dürfen nur bis zu 60% des Kaufpreises belastet werden.

6. die Anlage von mehr als 10% des Vermögens in Wertpapieren von und Beteiligungen an Ausstellern, die ihre Geschäftstätigkeit vor weniger als drei Jahren aufgenommen haben;

7. die Anlage von mehr als 10% des Vermögens in Bezugsrechten, und zwar unabhängig davon, ob diese an einer der beiden New Yorker Börsen (NYSE und AMEX) oder an der Frankfurter Börse notiert sind, wobei die nicht an diesen Börsen notierten Bezugsrechte sich auf höchstens 5% des Vermögens der VC-Gesellschaft belaufen dürfen.

8. die Anlage von mehr als 15 % des Vermögens der VC Gesellschaft in Wertpapieren ausländischer Emittenten, die nicht an einer amtlich anerkannten Wertpapierbörse der Vereinigten Staaten, Kanadas oder des Auslands notiert sind; ausgenommen davon sind die direkten oder indirekten Beteiligungen an kleinen und mittleren Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union und der USA. Das Portefeuille der VC-Gesellschaft kann die letztgenannten Wertpapiere in einem Umfang enthalten, der die jederzeitige Verkaufsmöglichkeit dieser Papiere beeinträchtigen kann; die VC-Gesellschaft ist dann u. U. nicht in der Lage, ihre Bestände an derartigen Wertpapieren und Beteiligungen zum jeweiligen Kurs abzugeben.

9. die Anlage von mehr als 30% des Vermögens in einem einzigen Industriezweig;

10. die Beteiligung an einem Wertpapiersammelkonto mit gesamtschuldnerischer Haftung. Wann immer laut "Anlagepolitik" oder "Anlagebeschränkungen" ein Prozentsatz als Obergrenze für den Anteil des Vermögens angegeben wird, der in einem bestimmten Wertpapier oder sonstigem Vermögenswert angelegt werden darf, hat die Ermittlung der betreffenden prozentualen Obergrenze grundsätzlich unmittelbar nach und im Zusammenhang mit dem Erwerb der entsprechenden Wertpapiere bzw. Vermögenswerte seitens der Gesellschaft zu erfolgen. Die Bewertung erfolgt nach dem unter "Anteilserwerb" beschriebenen Verfahren. Keine der in "Anlagepolitik" oder "Anlagebeschränkungen" enthaltenen Bestimmungen (ausgenommen Einschränkung 8 und 9) hindern die VC-Gesellschaft daran, Wertpapiere auf Grund von Bezugsrechten zu erwerben, die die VC-Gesellschaft vom Emittenten eines Wertpapiers erhält, das sich jeweils im Portefeuille befindet.

Beteiligungen an kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Die VC-Gesellschaft kann sich nach den ihr auferlegten Grundsätzen an kleinen und mittleren Unternehmen als stiller oder direkter Gesellschafter beteiligen. Die stillen Beteiligungen werden mit 6% p. a. verzinst zuzüglich einer gewinnabhängigen Vergütung in Höhe von 2% p. a. des Beteiligungsbetrages. Grundlage der Investitionsentscheidung sind die vorgelegten (geprüften) Bilanzen. Die stillen und direkten Beteiligungen sind durch Garantieerklärungen der Geschäftsführer/Gesellschafter des jeweiligen Beteiligungsnehmers und ggf. durch weitere dingliche Sicherheiten zu besichern. Dem Anleger sollte bewusst sein, dass diese Anlagen bestimmte Risikofaktoren beinhalten. Es gibt daher keine Garantie, dass Verluste aus dem Erwerb von stillen oder direkten Beteiligungen nicht eintreten können, und es ist auch nicht sicher, dass die Anlageziele der VC-Gesellschaft mit dem Abschluss der stillen oder direkten Beteiligung immer erreicht werden.

Unternehmer die die Nachfolge regeln wollen oder nur Teile Ihres Unternehmens in den Fonds einbringen haben die Möglichkeit - ohne den eigenen Aufwand eines Börsenganges - ihre Unternehmensanteile zu liquidieren.